100 Äthiopische Birr = 4,40 Euro

Auf einer Anhöhe in der Ecke Kenia/Äthiopien/Südsudan befindet sich der armselige äthiopische Polizeiposten (N4 37.973 E35 56.927). Nicht einmal für Uniformen hat es gereicht. Auch ein Fahrzeug steht den Polizisten nicht zur Verfügung. Weiterhin sind die Fahrverhältnisse katastrophal, auch mit der Orientierung ist es nicht einfach. Doch dann erreichen wir den Omo und bald darauf kommen wir gegenüber (N4 48.149 E36 2.817) von Omorate an. Der Omo lässt sich mit dem Auto nicht queren. Zwar hat man begonnen, eine Brücke zu bauen, doch die ist vor ein paar Monaten noch vor ihrer Fertigstellung eingestürzt. Daher müssen wir uns mit einem Einbaum übersetzen lassen, um drüben die Einreiseformalitäten zu erledigen. Zunächst müssen wir Geld wechseln. Wir sollten für 100 kenianische Schilling 18 Birr erhalten, doch man gibt nur 12. Wir tauschen daher nur eine kleine Summe. Mit einem Fährmann haben wir einen erstaunlich günstigen Preis für die Überfahrt mit einem Einbaum ausgehandelt: 20 Birr (0,80 EUR) hin und retour. Wir sitzen schon im Einbaum, als ein Typ daherkommt und den Fährmann anweist, von uns 100 Birr (4,40 EUR) zu verlangen. Wir protestieren heftig, erreichen aber nichts; wir sind den Leuten ausgeliefert. Die Ufer des Omo sind steil und rutschig. Die Stadt ist schmutzig und, wie schon vor drei Jahren erlebt, wenig ansprechend. Wir finden rasch einen Geldwechsler, der 17 Birr für 100 KES zahlt. Durch Matsch und in drückender Schwüle machen wir uns auf zum Immigration Office, wo der Beamte feierlich die Einreisestempel in die Pässe drückt. Eine Zoll-Dienststelle gibt es angeblich seit ein paar Monaten nicht mehr; wir müssen daher die Einfuhr unseres Autos in Addis Abeba abwickeln. Wir rutschen wieder das Flussufer hinunter und klettern in den Einbaum, wobei Sabine ausrutscht und ins flache Wasser des Omo fällt. Wieder beim Auto angekommen ist der Kerl, dem ich 15 Birr fürs Aufpassen aufs Auto versprochen habe, nicht anwesend. Erst als wir wegfahren kommt er angelaufen. Nun gestaltet sich die Orientierung als sehr schwierig, weil seit den Regenfällen der letzten Tage keine Autospuren mehr sichtbar sind. Bis Bume sind es ca. 60 Kilometer Luftlinie und hier macht es sich bezahlt, dass ich zu Hause die Strecke in Google Earth genau angesehen habe und Furten und andere markante Punkte ins GPS-Gerät eingespeichert habe. Oftmals ist die Piste nicht erkennbar, weil sie durch hohes grünes Gras führt, ein andermal, weil Dornbüsche über sie gewachsen sind. Immer wieder sinkt unser Buschtaxi tief in den Schlamm ein, danach schleudern die Reifen dicke Dreckbatzen weg. Oftmals braucht es heftigen Anlauf, um durch eine schlammige Passage durchzukommen. Plötzlich macht es einen dreifachen Pumperer und unser Auto wird richtig hochgeschleudert. Ich halte an und sehe, dass wir auf einen großen, fast quaderförmigen Felsbrocken aufgefahren sind. Ein Blick unter die Gürtellinie unseres Landcruisers zeigt, dass der Stein am Gehäuse des vorderen Differentialgetriebes, am Getriebe-Unterfahrschutz und an der Hinterachse angestoßen ist. An einem besonders schlammigen Wegstück bleiben wir stecken und kommen nur mit Hilfe der Seilwinde frei. Das gleiche gibt's gleich noch einmal. Ein wenig später haben wir wieder größte Orientierungprobleme, weil die Piste nicht erkennbar ist und Büsche, dornige Bäume und Steine den Weg versperren. Erst nach langem Suchen finden wir einen Weg. Ziemlich erschöpft schlagen wir auf einer trockenen Sandfläche unser Nachtlager auf. Km 141/2.764/53.825.

Samstag, 5. November 11, Tag 14, N 05°11,342 E 35°55,637 

Der Wahnsinn ist steigerbar: In der Nacht nieselt es und da der Boden keinen Regen mehr aufnehmen kann, ist es kein Wunder, dass wir bereits nach knapp zwei Kilometern im Schlamm steckenbleiben. Zunächst versuchen wir, das Buschtaxi mit der Seilwinde herauszuziehen, doch wir entwurzen nur alle Sträucher in Seillänge. Bäume sind keine da. Bei diesen Arbeiten werden meine berühmten Sahara-Schlapfen immer schwerer, weil soviel Dreck dran hängen bleibt. Irgendwann kriege ich sie nicht mehr aus dem Morast, muss aussteigen, versinke mit den halben Unterschenkeln im Schlamm und muss meine wertvolle Fußbekleidung mit den Händen ausgraben. Im Schlamm befinden sich immer wieder Zweige von Dornenbüschen, so dass ich bald an Händen und Füßen eine Vielzahl von Dornen stecken habe. Erst nach einer mühevollen und Wasser verschwendenden Reinigung kann ich ins Auto und im Rahmen einer Notoperation die meisten Fremdkörper entfernen. Nun kommt die Sonne hervor und wir haben Hoffnung, dass der Schlamm bald auftrocknet. Wir beginnen nun, aus dem Busch Steine anzuschleppen und quasi als Gehsteig rund um das Auto zu legen. Erst so wird es möglich, weitere Steine vor die Reifen zu platzieren. Die Arbeit ist schweißtreibend, noch dazu wo die Sonne nun voll herunterbrennt. Nach ein paar fruchtlosen Versuchen, wegzufahren, auch mit Seilwindenunterstützung, ruhen wir uns im heißen Auto aus. Unser Getränkevorrat schrumpft bedenklich. Längst wäre es Zeit zum Mittagessen, doch ich habe keinen Hunger und Sabine ist solidarisch. Am Nachmittag sind bereits einige Pfützen aufgetrocknet und der Schlamm wird rissig, so dass wir erneute Versuche, wegzufahren unternehmen. Wir opfern weitere Büsche, die wir durch Verlängerung unseres Seils durch den Bergegurt erreichen. Alles zweckos. Das Auto sitzt zu fest auf. Wir müssen wohl oder übel Material unter dem Auto rausbefördern. Doch das geht erst, wenn es trocken ist. Den Lehm kriegt man mit keiner Schaufel raus. Wir ruhen uns nochmals aus. Plötzlich wird die dritte  Afrikaregel wahr: Du bist nie alleine. Sechs bis an die Zähne bewaffnete Soldaten stehen plötzlich da. Die sprechen irgendeine Sprache, der wir nicht mächtig sind. Wir verstehen nur soviel, dass der weitere Weg nach Kibish wegen der Regenfälle unpassierbar ist und man zurückfahren muss. Die Burschen buddeln an unserem Auto herum, schieben auch ein wenig, sind auch mächtig neugierig was das Interieur unseres Buschtaxis betrifft und haben auch gleich die Finger im Auto. Nach einigen erfolglosen Wegfahrversuchen wechseln wir die Richtung: Die sechs schieben vorne an und langsam hebt sich unser Toyo nach hinten aus dem Lehm. Dass das nicht gratis war, war ohnehin klar, doch die geforderten 100 Birr (4,40 EUR) für jeden lassen sich nicht runterhandeln. Wir hätten gern, dass die Soldaten uns noch den weiteren Weg zeigen. Sie deuten einen großen Umweg an. Wir würden auch gerne einen von ihnen im Auto mitnehmen, doch nicht alle sechs, wie sie anfangs wollen und auch nicht zwei, auf die sie bestehen. Wir trennen uns daher und fahren ziemlich erschöpft zu unserem letzten Nachtplatz zurück, wo wir vor neun Stunden abgefahren sind. Ich entferne weitere Dornen, ansonsten hängen wir zunächst fad herum, haben noch immer keinen Hunger, dafür etwas Schüttelfrost und schwere Depressionen, einen kleinen Sonnenstich also. Wir werfen uns ein paar Pillen ein und sind bald wieder so beisammen, dass wir ein Abendessen kochen.  Km 4/2.768/53.829.

Sonntag, 6. November 11, Tag 15, ebendort

Eine Stunde vor Sonnenaufgang weckt uns der Nieselregen. Es regnet nur kurz und wir sind trotz bedecktem Himmel optimistisch, dass wir heute weiter kommen. Nach zwei Kilometern Fahrt erreichen wir den Ort des gestrigen Fiaskos. Wir hatten gestern guenug Zeit, um uns anzusehen, wo man besser fahren könnte und haben uns eine steinige Passage vorgenommen. Doch die ist schmal und im hohen Gras schlecht sichtbar, so dass wir nach sehr kurzer Fahrt auf Steinen wieder im Schlamm stecken. Da jeder Versuch, rauszukommen, das Auto nur noch tiefer in den Dreck bringen würde, warten wir, bis die Sonne kommt und der Boden zumindest ein wenig trocknet. Wir rechnen mit ein paar Stunden Wartezeit. Doch die Sonne kommt nicht. Im Gegenteil, es regnet fast drei Stunden, sogar ziemlich heftig. Sofort steht in unseren Spuren das Wasser. Wir sitzen also im Auto rum und warten. Das trotz verschiedener Ideen nichts tun Können ist zermürbend und schlägt sich auf die Psyche. Sicherheitshalber bitten wir Susi via SMS beim Wüstenschiff-Forum anzufragen, wer uns im Falle größter Not zu Hilfe kommen könnte. Obwohl wir uns die Zeit mit Lesen vertreiben, ist die Stimmungslage schlecht. Vieles geht uns durch den Kopf. Als es zu regnen aufhört und die Sonne ein wenig hervorkommt, ist es noch schwieriger, weiter zuzuwarten. Wir können aber noch nichts tun, außer die Büsche vor dem Auto in Augenschein zu nehmen und mit einer Konservendose das Wasser aus den Fahrrinnen zu schöpfen. Erst am frühen Nachmmittag beginnen wir einen Bergeversuch. Ich  mache das Seil unserer Winde an einem kräftigen Busch fest, grabe mit bloßen Händen den Lehm vor den Rädern weg und bringe die Sandbleche in Position. Sabine sitzt im Auto, traut sich nicht mehr raus, weil sie eine Schlange gesehen hat. Sie muss aber raus, um den Wagen anzuschieben, der sich langsam auf die Bleche hebt und kurz drauf stehen wir wieder auf steinigem Boden. Geschafft! Vorerst. Ein blick auf den weiteren Weg hat uns gezeigt, dass ein Weiterkommen hier aussichtslos ist, vor allem wenn es weiterhin täglich regnet. Auch wenn es bis Kibbish nur mehr 13 Kilometer sind, müssen wir damit rechnen, dass auch dahinter die Pisten unbefahrbar sind. Es gibt daher nur mehr die Option, umzukehren und nach Kenia zurückzufahren. Doch genau das Umkehren ist hier nicht so einfach, weil die steinige Passage, auf der wir grad stehen, sehr schmal ist. Es gelingt uns aber, den Wagen zu wenden. Dann bleiben wir aber, trotzdem wir unsere Sandbleche auslegen, in einem feuchten Stück hängen, durch das wir in der Früh problemlos durchgekommen sind. Wieder brauchen wir die Winde. Dann sind wir wieder auf unserem Nachtplatz zurück, wo wir eine schnelle Jause im Stehen einnehmen. Wir wollen hier aber nicht mehr übernachten, weil wir heute noch zwei bis drei Stunden fahren können und wer weiß, ob es nicht morgen noch feuchter sein wird. Die Rückfahrt Richtung Omorate ist weitaus schwieriger, weil viel mehr Pfützen stehen als auf der Hinfahrt. Auf einer riesigen Grasfläche sehen wir eine Herde mit weit mehr als tausend Rindern ziehen. Bald müssen wir feststellen, dass diese Tiere auch unsere Piste zertrampelt haben, sie ist nun noch viel matschiger und mehrmals brauchen wir die Winde. Auf der Fahrt sprechen wir über die weitere Route. Wir hoffen, dass wir ohne Ausreisestempel aus Äthiopien raus können und problemlos in Kenia rein. Dann wollen wir so weit wie nötig nach Süden und auf der Ostseite des Turkanasees wieder hoch. Dort müssen wir noch mit Schwierigkeiten rechnen, weil unser Ausreisestempel aus Kenia das Datum 4.11. trägt. In Äthiopien wieder rein sollte kein Problem sein. Kurz vor Omorate ist Schluss für heute, weil ein feuchtes Bachbett uns nicht durchlässt. Km 43/2.811/53.872.

Montag, 7. November 11, Tag 16, Omorate

Nach einer schlaflosen Nacht wegen Hitze und Mücken machen wir uns wie gerädert auf den Weg. Die Querung des Bachbettes, die wir gestern nicht mehr geschafft haben, verläuft problemlos. Nun müssen wir leider feststellen, dass unsere Lichtmaschine streikt. Irgendwie sieht's zwar so aus, als käme ein wenig Strom von den Solarpaneelen, doch die Spannung fällt stetig ab und alle erdenklichen Kontrollleuchten am Armaturenbrett leuchten auf. Bald sind wir nahe dem Omo gegenüber Omorate. Hier steht wieder viel Wasser und ich muss wenden. Da unsere Seitenfenster und Seitenspiegel völlig verdreckt sind, die Scheiben sich nicht mehr runterkurbeln lassen vor Schmutz und wir auch zu faul sind, auszusteigen, fahre ich blind retour und versenke das Auto dermaßen in einem Schlammloch, dass uns Angst und Bange wird. Weit und breit kein Baum. Doch: Einer. Der ist aber mickrig und mit Seilwinde, Bergegurt und Abschleppseil nicht erreichbar. Obwohl bald eine große Anzahl von Helfern dasteht, ist klar, hier muss uns einer rausziehen. Also gehe ich die zwei Kilometer nach Omorate um ein Auto zu mobilisieren. Doch heute ist kein fahrbereiter Wagen da. So ein Mist. Ich kann aber zwei Burschen organisieren, die mit einem starken Seil und einer Schaufel mit mir zum Auto zurück gehen. Mit dem Seil erreichen wir nun das Bäumchen und mit Sandblechen und untergelegten Ästen und mehreren Anschiebern kommen wir raus. Und sind 400 Birr (18 EUR) los. Nun aber rasch an die Grenze! Wir fahren, unseren Spuren von vor drei Tagen folgend, zurück und erleben zirka zehn Kilometer südlich von Omorate eine feuchte Überraschung: Die gesamte Ebene steht unter Wasser nach den Regenfällen der letzten Tage - und das zur Trockenzeit. Der Rückweg nach Kenia ist uns abgeschnitten. Also zurück nach Omorate. Hier finden wir nun einen Landcruiser-Fahrer, der eine trockene Alternativroute kennt. Sagt er. Da er gerade eine Panne mit seinem Toyo hat und wir ihm rasch helfen können, wird er doch nicht allzuviel Geld dafür verlangen, dass er uns an die Grenze bringt. Doch er will 2.000 Birr (88 EUR). Als wir ihn auf 1.000 runtergehandelt haben, will er nun noch kurz einen Kanister Diesel besorgen und dann kann's losgehen. In der Praxis sieht das so aus, dass er uns über drei Stunden warten lässt, weil er irgendwelche Leute irgendwohin fährt. Nun will er noch schnell was essen und Diesel holen und in 30 Minuten kann's losgehen. Mittlerweile geht es auf 15 Uhr zu und wir sehen uns schon die Nacht an der Grenze verbringen. Keine gute Idee. Die Warterei ist voll nervig, weil es so heiß ist und dauernd Leute dastehen und unser Auto betapschen. Als die halbe Stunde um ist, haben wir die Nase voll und wollen auf eigene Faust einen Weg suchen. Doch weit kommen wir nicht. Zurück in Omorate ist unser Führer weit und breit nicht zu sehen, aber nach einiger Zeit quert ein junger Mann mit einem Motorboot den Omo, stellt sich als Abgesandter des Immigration Officers vor. Er heißt Mike und interessiert sich genauestens für unsere Lage und Pläne und bringt uns hinüber in den Ort, wo wir ins Immigration Office zitiert werden. Es gelingt uns, den Officer dort zu überzeugen, dass wir ohne Ausreisestempel zurück nach Kenia müssen, damit wir auf der anderen Seite des Turkanasees nochmals raufkönnen. Wir haben ja nur ein Single-Entry-Visum. Mike lädt uns dann noch auf ein Bier in einen "Gastgarten" ein, wo auch schon der Toyota-Fahrer sitzt und wir verabreden uns für morgen um 7.30. Ob er kommt? Km 69/2.880/53.941.

Dienstag, 8. November 11, Tag 17, Lokitaung

Die Nacht ist höllisch: Heiß und von Mücken geplagt, außerdem quält mich ein wilder Durchfall. Nach dem Frühstück fahren wir das kurze Stück nach Omorate und sind um 7.15 dort. Gegen acht kommt Mike über den Fluss. Um halb neun dann auch der Fahrer. Außerdem kommen über 20 Leute, die um den Pickup unseres Fahrers Aufstellung nehmen. Dieser hat es gar nicht eilig, füllt noch Diesel in den Tank und wartet auf irgendwen. Auch Mike scheint es schon zu lange zu dauern. Er verabschiedet sich herzlich von uns und nimmt einen Einbaum retour. Endlich ist unser Guide soweit. Alle Leute müssen nun sein Auto anschieben, damit es anspringt. Dann folgt eine kaum enden wollende Streiterei, wer auf dem Pickup mitfahren darf und wer dableiben muss. Anscheinend nützt unser Guide unseren Auftrag um Leute wohin zutransportieren und kassiert mehrfach. Um neun geht es los, doch nach einem Kilometer hat der Pickup einen Platten. Wir helfen mit unserem Wagenheber aus, doch das Reserverad des Pickups hat zuwenig Druck. Ich stelle meinen Kompressor zur Verfügung, doch das Ventil des Reservereifens ist defekt, es geht keine Luft rein. Der Guide will nun wieder zurückfahren und in 30 Minuten wieder da sein. Doch dagegen wehre ich mich heftig und lautstark und bestehe darauf, dass er soviele Leute ablädt, dass der Druck im Reifen reicht. Es beginnt wieder eine wilde Streiterei darum, wer mitfahren darf, die damit endet, dass wieder alle auf der Ladefläche sitzen. Der Pickup fährt genau den gleichen Weg, den wir gestern versucht haben und wir sind schon gespannt, ob wir nicht auch heute scheitern. Als wir vor der Überschwemmungsfläche stehen, sucht der Guide einen Weg zwischen dieser und dem Omo. Dazu fährt er über Büsche, durch Gärten und Bewässerungsgräben und fährt Zäune nieder. Wir folgen. Mehrmals bleibt er im weichen Boden stecken und wir ziehen ihn raus. Mehrmals stirbt ihm auch der Motor ab und jedes Mal müssen seine Passagiere anschieben. Irgendwann lädt er im Nichts einen Teil der Leute ab und dann ist auf einmal der äthiopische Polizeiposten auf dem Hügel sichtbar. Doch davor ist alles überschwemmt. Wir fahren noch weiter am Omo entlang und schließlich gelingt es doch, zum Hügel einzuschwenken. Die Polizei kontrolliert unsere Pässe, wir bezahlen unserem Guide die vereinbarten 1.000 Birr (44 EUR) und fahren nun alleine nach Kenia rüber.

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