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Übersicht 11. Etappe

Süd-Spanien

Donnerstag, 4. Oktober 18, Tag 15/466, Chipiona

Hier ist der Atlantik deutlich wärmer als an der Nordküste. Wir verbringen einen heißen Tag am breiten Sandstrand in Chipiona. Km 16/3.645/94.402.

Freitag, 5. Oktober 18, Tag 16/467, Cádiz, 

Wir fahren nur ein kurzes Stück, sehen uns am Nachmittag die Stadt Cadiz an, die prachtvoll auf einer Halbinsel liegt. Wir haben schon einen Nachtplatz an einer Lagune, als uns bei Sonnenuntergang eine Mückeninvasion sondergleichen dazu zwingt, einen neuen Platz zu suchen, den wir im Park von San Fernando, nur ein paar Kilometer weiter, finden. Hier gibt es erfreulicher Weise keine Mücken. Km 68/3.714/94.470.

     Großbritannien

Samstag, 6. Oktober 18, Tag 17/468, Gibraltar

Mehrmals sind wir auf der Fahrt nach oder von Marokko an Gibraltar vorbei gefahren. Diesmal aber ist reichlich Zeit, die Stadt am Felsen zu besichtigen. Es gibt eine flüchtige Passkontrolle, man sieht den einen oder anderen Bobby und rote Telefonzellen, aber very british ist Gibraltar nicht. Man fährt sogar rechts und die meisten Fahrzeuge der Gibraltarer sind links gesteuert. Gibraltar ist sehr beengt. So ist beispielsweise kein Platz für eine Straße, die um den Flughafen führt. Um ins Stadtzentrum zu kommen, muss man quer über die Start- und Landepiste fahren. Wenn Flugzeuge starten oder landen, wird die Straße gesperrt. Unglaublich! Wir fahren mit der Seilbahn auf den Felsen hinauf und haben einen schönen Blick über die Stadt und hinüber nach Marokko. Hier lebt Europas einzige wilde Affenkolonie. Später umrunden wir noch die Halbinsel, passieren seufzend das Importfahrzeuglager, auf dem Landcruiser HZJ 79 auf ihre Verteilung in Europa warten (die werden nicht für den europäischen Markt mit seinen strengen Abgasbestimmungen produziert und können in Europa nur über Gibraltar importiert werden), füllen unsere Dieseltanks und kehren nach Spanien zurück. Kurz vor Marbella biegen wir ins Landesinnere ab und kurven eine Stunde lang die Sierra Nevada hinauf. Ziel ist das Städtchen Ronda. Km 247/3.961/94.717.

   Spanien

Sonntag, 7. Oktober 18, Tag 18/469, Ronda

Wir sehen uns die Stadt an: Kirche, Plätze, Gassen. Die ultimative Sehenswürdigkeit aber ist die tiefe Schlucht, die die Stadt teilt, und die Brücke drüber, die Alt- und Neustadt miteinander verbindet. An der Kante der Schlucht kleben spektakulär weiße Häuser. Wir sehen uns dann die Schlucht auch noch von unten an, indem wir den Zerberus einen ziemlich steilen und echt schlechten Weg hinunter schicken. Der Blick von unten ist nochmals spektakulär! Die Fahrt wieder hinauf auch. Wir brausen nun nach Granada und versuchen auf gut Glück, Eintrittskarten für die Alhambra zu bekommen, denn im Internet sind sie für die nächsten zwei Wochen ausverkauft. Aber auch hier gibt es keine Karten mehr. Dafür kriegen wir aber einen Tipp: Jeden Tag um Mitternacht gibt es noch ein kleines Kontingent von Tickets, die man online kaufen kann. Park4night zeigt uns einen kostenlosen Parkplatz nicht allzu weit von der Alhambra entfernt und mit toller Aussicht über Granada und Google zeigt uns den Weg dorthin, der immer schmäler und schmäler wird und schließlich in einem Radweg endet. Immerhin gibt es genug Platz, um mit Mühe wenden zu können. Wir fahren ein Stück zurück und übernachten am Wegrand. Kurz vor Mitternacht besuche ich die Website der Alhambra. Unverändert sind keine Tickets für die nächsten Wochen verfügbar. Doch um Schlag Mitternacht werden Tickets für Montag und Donnerstag freigegeben. Ich schlage zu. Im nächsten Moment sind die Karten für Montag auch schon wieder ausgebucht. Km 223/4.184/94.940.

Montag, 8. Oktober 18, Tag 19/470, Granada

Wir verbringen einen halben Tag auf der Alhambra, sehen uns Gärten, Paläste und Burg an. Dann suchen wir uns einen Aussichtsplatz, von dem aus wir die Palastanlage vor dem Hintergrund der Sierra Nevada sehen können, und finden ihn an der Kirche San Nicolas. Wir fahren noch bis Murcia. Östlich der Stadt erhebt sich ein auffälliger Berg mit einer riesigen Christusstatue, in dessen Nähe wir übernachten. Km 307/4.491/95.247.

Dienstag, 9. Oktober 18, Tag 20/471, Guadalest

Wir düsen die Küstenautobahn ostwärts, vorbei an Alicante, wo im Minutentakt die Flieger landen. In Benidorm kriegen wir fast Augenkrebs angesichts der Bausünden vermutlich der 60er- und 70er-Jahre: Unzählige Hoch- und Sehrhochhäuser hat man wie eine City an den Strand gebaut. Wir können nicht verstehen, wie hier jemand wohnen oder urlauben möchte. Wir fahren landeinwärts zu dem Bergdorf Guadalest, das samt einer Burgruine auf einem Felsen thront. Das Dorf hat 190 Einwohner, wird aber angeblich jährlich von 2 Millionen Touristen besucht. Erfreulicher Weise ist der Run außerhalb der Saison nicht allzu wild. Das Dorf ist nur zu Fuß oder mit einspurigen Fahrzeugen und durch einen Tunnel zu erreichen. Trotzdem das Dorf so winzig ist gibt es zumindest 20 Cafes, 30 Souvenirläden und knapp zehn kleine Museen. Wir sehen uns die beiden Miniaturenmuseen an, die Dinge zeigen, die man nur durch die Lupe oder das Mikroskop erkennen kann, wie Gemälde auf einem Reiskorn oder einem Insektenauge, aus einem Samenkorn geschnitze Skulpturen, eine Weihnachtskrippe in einem Nadelöhr, oder Figuren, die auf einer (echten) Ameise reiten. Am Abend sind wir in Valencia, wo wir uns trotz Regen das Ciutat de les Arts i des les Ciènces (Stadt der Künste und Wissenschaften) ansehen, das aus drei riesigen futuristischen Bauwerken besteht und Oper, Konzerthaus, Theater, Kinos, Museen, Planetarium und Europas größtes Meeresaquarium beherbergt. Km 273/4.764/95.520.

Vorsicht: Hinsehen kann Augenkrebs verursachen: Benidorm. Guadalest. Guadalest. Blick von der Burgruine auf den Glockenturm. Weihnachtskrippe im Zündholz. Die Stadt der Künste und der Wissenschaften, Valencia.

Mittwoch, 10. Oktober 18, Tag 21/472, Valencia

Wie schon auf den gestrigen Fotos zu erkennen, hat das Wetter umgeschlagen. Es ist kühl und wir absolvieren einen etwas lustlosen Stadtbummel durch Valencia im Nieselregen. Auf der Weiterfahrt studieren wir den Wetterbericht für die vor uns liegenden Regionen. Leider hat ein wenig abrupt und viel zu früh der Herbst Einzug gehalten. Schönwetter ist nicht in Sicht, von Badewetter ist keine Rede mehr! Zu Hause hingegen soll die schon länger bestehende Schönwetterperiode anhalten. Wir wissen was zu tun ist. Barcelona, Andorra und die Cote d'Azur müssen auf's nächste Mal warten. Km 768/5.532/96.288.

Donnerstag, 11. Oktober 18, Tag 22/473, Frankreich-Schweiz-Liechtenstein-Österreich

Km 1.242/6.774/97.530.

 

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