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   Nicaragua         1 EUR = 35,80 Cordoba      Diesel 1,25 EUR

Freitag, 17. März 23, Tag 62/776: Volcano Masaya

Obwohl wir vorschriftsmäßig unsere Einreise online angekündigt haben und unsere Daten schon im System sein müssten, dauert die Abfertigung auf nicaraguanischer Seite zwei Stunden. Mehr als zehn Personen beschäftigen sich mit uns. Der Covid-Impfstatus wird erhoben, das Auto wieder mit ekeliger Flüssigkeit desinfiziert und schließlich von drei Personen inspiziert, die Pässe werden gestempelt und ziemlich umständlich wird ein TIP ausgestellt. An verschiedenen Kassen sind kleine Beträge zu bezahlen. Zuletzt schließen wir noch eine Versicherung ab und wechseln Geld. Unsere SIM-Karte funktioniert auch in Nicaragua. Auf den ersten Blick ist Nicaragua deutlich sauberer und ordentlicher als sein nördlicher Nachbar, auch die Straßen sind besser und es gibt kaum Speedbreaker. Vorbei am Momotombo, einem eindrucksvollen, symmetrischen Vulkan mit Rauchfahne, und am Lake Managua erreichen wir Nicaraguas Hauptstadt Managua, die wir einfach durchfahren, da sie keine für uns interessanten Sehenswürdigkeiten aufweist. Am späten Nachmittag fahren wir auf den Masaya, einen aktiven Vulkan mit drei Kratern. Aus einem von ihnen steigt weithin sichtbar Rauch auf. Der Sonnenuntergang am Vulkan ist sehr schön, aber das Beste kommt erst, als es dunkel ist: Aus der Tiefe des Kraters leuchtet tiefrot die brodelnde Lava. Nicht umsonst glaubte man früher, hier sei das Tor zur Hölle. Wir übernachten auf einem Parkplatz am Fuß des Vulkans mit einigen anderen Wohnmobilen. Km 284/12.216/171.089.

 

Samstag, 18. März 23, Tag 63/777: Granada

In der Nacht hat es wieder geregnet und auf dem kurzen Weg nach Granada fängt es richtig zu schütten an. Wir können uns nicht zu einer Stadtbesichtigung entschließen und legen uns nochmals nieder, bis es nach zwei Stunden aufhört zu regnen. Granada gilt als schönste Stadt Nicaraguas und auch uns gefällt sie sehr gut. Es gibt bunte Häuser im Kolonialstil und prächtige alte Kirchen. Wir besuchen auch eine Schokoladenfabrik und trinken dort Eiskakao. Am Nachmittag machen wir am Nicaraguasee eine Bootsfahrt zu den 365 Inseln. Die meisten sind sehr klein und haben gerade Platz für eine Villa und ein paar Palmen. Der Bootsführer erklärt uns bei jeder Insel, wem sie gehört und womit der sein Geld verdient. Nicht, dass wir einen kennen würden ... Die beste Insel jedoch ist Monkey Island, ja das gibt es wirklich. Guybrush Threepwood ist leider nicht anzutreffen, aber einige Affen schwingen sich von Baum zu Baum. Am Abend blicken wir noch vom Aussichtspunkt in Catarina auf den Kratersee Laguna de Apoyo und den dahinter liegenden Nicaraguasee. Auf dem Parkplatz könnte man übernachten, aber es sind so viele Leute hier und eine Disco brüllt in der Nähe, dass wir, obwohl es schon dunkel ist, zu einem anderen Platz fahren, aber leider ist es hier auch sehr belebt und laut. Kaum haben wir uns niedergelegt, ist laute Musik zu hören. Es klingt, wie eine näherkommende Musikkapelle, doch bei einem Blick aus den Fenstern ist nichts zu sehen, als Leute, die spazierengehen oder auf Bänken sitzen. Die Musik ist echt gut. Ich stehe nochmals auf, zieh was an und gehe nachsehen, wo der Sound herkommt. Ganz nahe in einem Lokal spielt eine Acht-Mann-Kapelle mit dem Volumen einer Militärmusik. Die spielen echt coole Melodien, vieles scheint improvisiert und es wird getanzt dazu. Leider bin ich viel zu müde, um intensiver an der Veranstaltung teilzunehmen, insbesondere das Tanzbein zu schwingen. Die Musik ist ohnehin noch stundenlang im Zerberus zu hören. Km 65/12.282/171.154.

Sonntag, 19. März 23, Tag 64/778: Laguna de Apoyo

So richtig ausgeschlafen sind wir nicht, denn es war noch sehr lang sehr laut, mehrmals hat jemand neben den Zerberus gepinkelt und einmal hat jemand vomitiert. Der Platz war in unserer Nachtplatz-Datenbank als sehr ruhig beschrieben, aber für Samstage gilt das definitiv nicht. In zwei Stunden sind wir an der Grenze. Die Ausreise aus Nicaragua ist etwas chaotisch, man muss Schalter vor und hinter dem Grenzgebäude aufsuchen und mehrmals kleine Beträge an verschiedenen Kassen einzahlen. Nach einer Stunde ist es geschafft. 

 

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